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Published on December 7th, 2013 | by markus

7 Botschaften Mandelas, die bleiben werden

„Es zählt nicht nur, dass wir gelebt haben. Es zählt der Unterschied, den wir im Leben anderer bewirkt haben.“

(Nelson Mandela, 1918-2013)

Nelson Mandela ist gegangen. Doch viel von ihm wird bleiben, muss bleiben, wenn die Welt eine bessere werden soll. Nehmen wir sie uns zu Herzen: die 7 Botschaften, die Nelson Mandela uns hinterlassen hat.

1. Die Kraft des Vergebens

1990, nach 27 Jahren Haft (Häftlingsnummer: 46664), war Nelson Mandela nicht von Rache getrieben, sondern von Aussöhnung. Er jagte das Apartheid-Regime nicht ins Meer, er reichte ihm die Hand: „Niemand wird mit dem Hass auf Hautfarben oder Religionen geboren. Die Menschen lernen zu hassen, und wenn sie das können, dann können sie auch lernen zu lieben.“

2. Der Glaube an das Miteinander der Kulturen

Anders als etwa Robert Mugabe in Simbabwe strebte Mandela nie ein System an, in dem die weiße Minderheit unterjocht wird. In der Verfassung heißt es: „Südafrika gehört allen, die darin leben, vereint in unserer Vielfalt.“

3. Ein modernes Verständnis von Demokratie

Das demokratische Südafrika Mandelas fußt auf der modernsten Verfassung der Welt. Das Land hat elf Amtssprachen, wird seit 1994 von einer vornehmlich schwarzen ANC-Regierung geführt, doch die Provinz Westkap etwa wird seit 2009 von der weißen Democratic Alliance (DA) regiert. Längst treten Politiker aller Hautfarben für alle Parteien an.

4. Ein Held sein, ohne ein Heiliger zu sein

Nelson Mandela war dreimal verheiratet, hat sechs Kinder. Er gründete „Umkhonto we Sizwe” (Speer der Nation), den bewaffneten Arm des ANC, der Terrorakte gegen das Apartheid-Regime verübte. „Ich bin kein Heiliger“, so Mandela, „außer, ein Heiliger ist ein Sünder, der es immer wieder versucht.“

5. Den Umgang mit Verbrechen einer ganzen Gesellschaft

Wie urteilt man, wenn sich die halbe Bevölkerung schuldig gemacht hat? Mandela setzte 1996 die „Wahrheits- und Versöhnungskommission“ ein, die Apartheids-Tätern Amnestie gewährte, wenn sie gestanden. Noch wichtiger: Opfer des Regimes konnten erstmals öffentlich über ihr Leid sprechen.

6. Die Möglichkeit des schwarzen Weltpolitikers

Gäbe es den Präsidenten Barack Obama ohne den Freiheitskämpfer Nelson Mandela? Unwahrscheinlich. Der US-Präsident nannte Mandela stets sein Vorbild.

7. „Madiba Magic“

Dass ein Lächeln, ein offenes Ohr für Unterpriviligierte, Fähigkeit zur Empathie und ein gewisses Maß an Demut oft mehr bringen als Hochnäsigkeit und elitäres Gehabe – das ist die Botschaft dessen, was die Südafrikaner „Madiba Magic“ nennen: den Zauber Mandelas. „Der Tod ist unvermeidlich“, hat Nelson Mandela einmal gesagt. „Wenn ein Mann getan hat, was er für seine Pflicht hielt, dann kann er in Frieden ruhen. Ich denke, ich habe mein Bestes getan.“ Hamba kahle, Madiba. Ruhe in Frieden.

Von Kai Feldhaus (Bild Redakteur)

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